Knappenverein "Glück-Auf" Bochum Werne 1884

Unser Verein

Mitglieder vor dem DBM

Historie

Vor über 125 Jahren fanden sich in Werne bei Bochum Bergleute zusammen, um im echten Kameradschafts- und Gemeinschaftsgeist den Knappen- und Hüttenverein "Glück-Auf Bochum Werne 1884" zugründen.
In diesen wechselvollen Jahrzehnten bewährten sich die hohen Ziele, die sich die Gründer in ihrer sozialen Not gesetzt hatten. So können wir heute noch durch Belege aus der Jahrhundertwende um 1900, die Zahlungen von Krankengeldern nachweisen, denn es gab ja damals noch keine Sozialversicherung. Aber auch die Geselligkeit wurde schon in diesen Jahren sehr groß geschrieben. So war unser Verein durch seinen getanzten Bergmannsreigen weit über die Grenzen der Gemeinde Werne hinaus bekannt.
Leider fehlen uns weitere Unterlagen wie Protokollbücher etc. bis 1945, die durch die Wirren beider Weltkriege verloren gingen. Das geregelte Vereinsleben begann dann wieder am 1. Oktober 1945. Dieses war dem damaligen 1. Vorsitzendem Heinrich Teschner zu verdanken.

Da der Bergbau als Initiator des deutschen Wirtschaftswunders galt, blühte auch das Vereinsleben im Knappenverein "Glück-Auf Bochum Werne" wieder auf. So stieg die Mitgliederzahl in den 50er Jahren sprunghaft auf über 300 Mitglieder an. Jedoch zogen schon in den 60er Jahren die ersten graue Wolken über den deutschen Bergbau. Es begann ein Existenzkampf mit dem Öl und dem Erdgas. Doch trotz der Kohlenkrise gelang es dem damaligen 1. Vorsitzendem Otto Datt im Jahre 1964, das 80 jährige Bestehen zu einem internationalen Fest, das von über 1000 Bergleuten aus dem In- und Ausland besucht wurde, durchzuführen.

Im Jahre 1968 ging auch auf der Schachtanlage Robert Müser, auf der die meisten unserer Vereinsmitglieder beschäftigt waren, der Existenzkampf verloren. Die letzte Schicht wurde am 31. März 1968 gefahren. Viele glaubten damals, dies sei auch das Ende unseres Vereinsleben. Jedoch allen Unkenrufen zum Trotz, können wir heute voller Stolz auf eine Mitgliederzahl von fast 200 Mitgliedern schauen. Dies ist vor allem der aufopfernden Vereinsführung des bis zum Jahr 2000 amtierenden 1. Vorsitzenden und ehemaligem Ehrenvorsitzenden Heinz Enstipp(†), der leider schon im Alter von 69 Jahren verstarb, zu verdanken.

Wie groß unsere Kameradschaft und Geselligkeit sein kann, haben wir in den letzten Jahren durch zahlreiche eigene Feste und Festbesuche unter Beweis gestellt. Unter anderem können wir auf eine über 60-jährige Freundschaft mit unserem Kameradschaftsverein St. Barbara / Bexbach im Saarland zurückblicken.